Unser Staat ist schön? Und natürlich Politiker!

06. Mai 2010

Nur eine Kurzversion, über dieses Thema könnten 1.000 Seiten geschrieben werden

Unser Staat ist schön?

Ist unser Staat wirklich so schön? Dieser ist so aufgebaut, dass immer eine Person gesucht wird, die für eine andere zuständig ist. Das Motto lautet: zuständig und abziehen. Unser Sozialstaat hat mit Sicherheit seine Berechtigung und im Grundsatz ist dieses auch als gut zu bezeichnen. Doch wenn zu den Gesamtabgaben des einzelnen dann enorme Individualabgaben für irgendwelche Familienmitglieder hinzukommen (wozu die betreffende Person nichts kann, denn diese kann nichts dazu das die Familienmitglieder vorhanden sind) stellt sich die Frage: Was ist das für ein Sozialstaat?

Es könnten hier viele einzelne Schicksale beschrieben werden, doch es ist nur Grundsätzliches zu nennen:

Heirat:

Heirat ist im Sinne des Gesetzgebers nur ein Finden von Zuständigkeiten. Hier soll eine finanziell etwas stärkere Person für die etwas schwächere zuständig sein. Dabei spielt zunächst keine Rolle wie groß der finanzielle Unterschied ist. Im Falle einer Scheidung sind Beamte kostenpflichtig damit beschäftigt diesen Unterschied bis in das Kleinste zu errechnen (gesetzlicher Versorgungsausgleich zum Schutz des Staates oder bzw. und berechtigte oder unberechtigte Unterhaltszahlungen, dem Staat ist es egal Hauptsache er findet jemand der zahlt). Das Ergebnis ist dann „zuständig und abziehen“.

Familie:

Die Zuständigkeiten betreffen sowohl Kinder als auch Eltern. Hierbei ist es für den Gesetzgeber egal, wie das Verhältnis untereinander ist oder bzw. war. Es kann herzlich oder verlogen und grausam gewesen sein. Für dem Staat ist nur wichtig das er ein verwandtschaftliches Verhältnis zum zahlen findet. Sei es für Eltern in Heimen oder für Kinder die keine Lust zum arbeiten haben.

Wer führt und lenkt denn diesen Staat? Natürlich die Politiker, auch wenn die Wirtschaftsmacht im Hintergrund nicht ganz unbeteiligt ist.

Politiker:

Welche Beweggründe können vorliegen Berufspolitiker zu werden? Es kann Machtbesessenheit sein, doch hier bedenken die meisten nicht das es ähnlich ist eines Fußballprofis, nur die wenigstens schaffen den Sprung nach ganz oben. Denn dazu gehören neben überdurchschnittlichen Leistungen auch die entsprechenden „Ziehväter“.

Oder es ist der Wunsch nach einer guten Altersabsicherung, denn schon nach zwei Legislaturperioden ist dem Politiker ein fürstliches Altersruhegeld sicher. Hier bedarf es auch keine überdurchschnittlichen Leistungen, es genügen „politische Ziehväter“, rhetorische Fähigkeiten und engagierte Parteiarbeit.

Ein Politiker zeichnet sich aus, indem er viel redet, aber nichts sagt. Diese Verhaltensweise ist besonders für Politiker interessant, die eine Politiklaufbahn in erster Linie wegen der zu erwartenden Ruhebezüge eingeschlagen haben. Hierbei kann kein parteischädigendes Verhalten dem Politiker zum Vorwurf gemacht werden und der eine oder andere im Volk denkt „dieser Mann hat ja eine Aufgabe und somit seine Berechtigung aus Steuergelder sein Gehalt zu beziehen“. Politiker die an die Macht möchten, müssen jedoch schon mal konkret werden. Dazu gehört allerdings der volle Rückhalt der Partei und Themen die genau den Zeitgeist treffen. Politik ist leider oft ein Tagesgeschäft und die Bürger sehen oft nur dieses, weil zu wenige über den Tellerrand hinausblicken.

Es ist nicht schwer die Reden der Politiker zu verfolgen, ein Politiker redet insbesondere vor Wahlen immer positiv, so wie es im Interesse seiner Partei ist, die natürlich immer hofft an die Macht zu kommen. Wenn die Macht erreicht ist und die ganzen Versprechungen nicht eingehalten werden können, dann sind wiederum geschickte rhetorische Redewendungen erforderlich um irgendwelche Begründungen glaubhaft erscheinen zu lassen. Dabei ist es für den Wähler, sprich das Volk, ganz einfach bereits im Vorfeld von Wahlen zu wissen welche Belastungen und Ärgernisse zu erwarten sind. Es ist nur erforderlich die Verhaltensweisen von den Parteien, insbesondere von den in Regierungsverantwortung stehenden Parteien, zu beobachten. Wird mit Steuergelder und Sozialversicherungseinnahmen unwirtschaftlich, um nicht zu sagen „verantwortungslos“ umgegangen, kann nur die Folge soziale Einschnitte bedeuten. Diese können dann Steuererhöhungen, Rentenkürzungen, Lebensarbeitszeitverlängerung, Einschnitte im Gesundheitswesen oder sonstige von „Experten“ ausgearbeiteten „Staatseinnahmegeldquellen“ sein. Hierbei hat die Politik auch noch zu beachten, dass Unternehmen von den Einschnitten ausgenommen sind, denn bei einer globalen Weltwirtschaft ist das Verlagern von Produktionsstätten (und somit Arbeitsplätze) in sogenannte Billiglohnländer für Großunternehmen kein „nicht zu überwindendes Hindernis“. Auch sind Parteien und Politiker immer gehalten „Europafreundlich“ zu erscheinen und nichts zu unternehmen was auch nur in der kleinsten Form nicht mit irgendeiner EU-Richtlinie konform sein könnte.

Es wird gerne von Parteien Millionen Euros für Wahlwerbung ausgegeben, dann wird dem Volk in Tausenden Werbespotts und Millionen von „Kopfplakaten“ ein positives Parteienverhalten eingeblendet. Hier gäbe es schon einmal ein erstes kleines Einsparungspotential, aber Politiker stellen sich ja auch gerne positiv ins Licht, jedoch ob so etwas mit Kopfplakaten zu erreichen ist, ist zumindest zweifelhaft. Parteien können auch zwei Programme besitzen, ein Programm für „vor der Wahl“ und ein nachhaltiges Programm als Grundlage für die Regierungs- bzw. Oppositionsarbeit, welches dann schon realistischer geschrieben ist. Den Unterschied glaubhaft zu erklären ist dann die rhetorische Arbeit der Politiker.

Leider sind politische Verhaltensweisen, speziell in der Sozialpolitik, nicht weitreichend genug, hier wird oft nur in einer Legislaturperiode gedacht. Es sind in der politischen Vergangenheit bei diesem wichtigen Thema schon zu viele Fehler bei den Ausgaben (Zweckentfremdungen und unwirtschaftliches Verhalten bei Sozialversicherungseinnahmen) und Aussagen gemacht worden, z. B. die Blümsche Aussage „die Renten sind sicher“, damit meinte er zwar nur seine Legislaturperioden ohne dieses zu sagen, aber es hatte weitreichende Folgen. Hier ist grundlegende Ehrlichkeit aller Politiker gefordert und „Schönschwätzerei“ völlig falsch am Platz. Verständnis aufbingen sollte man für “von außen hereingetragenen Problemen”, hier ist der Einfluss der Weltpolitik für das kleine Deutschland zu groß, sodass Politiker wirklich Einfluss nehmen könnten. Jedoch sollte zumindest von unseren Politkern erwartet werden, dass erhöhte Abgaben für die von außen herangetragenen Problemen dem Bürger erspart bleiben. Also ein verantwortungsvolles Verhalten mit dem Umgang von Steuergeldern und Sozialversicherungseinnahmen. Jedem Politiker sollte auch bewusst sein, dass die heute gemachten sowie die zukünftigen Schulden von mehreren Generationen zurückzuzahlen sind, deshalb sollte von Politikern eigentich erwartet werden über die derzeitige Legislaturperiode hinauszublicken.  Des Weiteren sollten sich mal alle Parteien und Politiker mehr Gedanken machen, warum mittlerweile die „Nichtwählerpartei“ stärkste Fraktion ist. Aber dieses schmälert bis jetzt noch nicht die Gehälter, Ruhegeldzahlungen und Macht der Politiker.

Wichtig und nicht zu unterschätzen ist der Mitarbeiterstab eines Politikers, hier entstehen Reden und Vorgehensweisen. Nur ein Politiker der gut beraten ist, kann mit seinen Äußerungen nachhaltige Wirkung erzielen. Politikposten sind austauschbar, ein Politiker kann während seiner Laufbahn die unterschiedlichsten Positionen einnehmen und kein Mensch ist auf allen Ebenen ein Spezialist. Desto wichtiger sind fachlich spezialisierte Mitarbeiter, die den Politiker richtig beraten sodass dieser kompetent redend in der Öffentlichkeit auftritt. Fraglich wird es, wenn Gesetzesvorlagen von fachlich kompetenten Politikmitarbeiterstäben ausgearbeitet werden, diese dann von Politikern verabschiedet, aber vor dem Bundesverfassungsgericht nicht standhalten. Hier kann entweder der Mitarbeiterstab nicht alles bedacht haben, oder die Politiker verfolgen die Schiene „erst mal versuchen und dann schauen“, vielleicht berücksichtigt das Verfassungsgericht die Meinung der in Regierungsverantwortung stehenden Parteien.

Vielleicht denkt auch nicht jeder Politiker nur an seine Altersbezüge und möchte wirklich etwas bewegen. Doch das ist ein schwieriger und steiniger Weg, der fast aussichtslos zu gehen ist. Politik besteht nur aus Kompromissen (das muss auch so sein, denn sonst ist es eine Diktatur und diese Staatsform kann nicht  als erstrebenswert bezeichnet werden), denn erst mal ist es die eigene Partei, dann die Fraktion, dann der Koalitionspartner, die Opposition, der Bundestag, der Bundesrat usw. die alle einbezogen sind und einige dieser Gremien sind zu überzeugen. Welche Gremien zu überzeugen sind, kommt zudem noch auf die derzeitige politische Konstellation und die dazu passende eigene Parteizugehörigkeit an.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass wir in einem relativ freien Staat leben und hier schon fast eine Vorbildrolle in der Welt einnehmen. In vielen Staaten dieser Welt ist es leider nicht so. Es gibt hier zwar einige unnötige Gesetze und Verordnungen die aus Klientelwünschen entstanden sind, doch mit denen wir leben können zumal so einige Gesetze und Verordnungen sowieso nicht überwacht werden können oder auch gar nicht überwacht werden wollen. Unser Staat ist relativ frei, weil wir aus der Diktatur gelernt hatten und nach 1949 auch mal wechselnde Regierungen vorhanden waren, denn jede Regierung hatte neben den schlechten Gesetzen auch mal etwas positives erreicht. Aufpassen bei ihrer Gesetzesfindung sollten jedoch die demokratischen Parteien, dass nicht eine nicht zu unterschätzende Minderheit eine außerparlamentarische Opposition bildet, ähnlich der APO in den 60er Jahren, sodass volksnahe Politik außerhalb der Parlamente geschieht. Denn dieses kann das Ende einer „ruhigen Politik“ für so manchen verwöhnten Berufspolitiker bedeuten.

Gesetze und Verordnungen:

Zu den Hauptaufgaben der Politiker gehört es, Gesetze und Verordnungen innerhalb der parlamentarischen Reglementierungen zu erlassen. Hierbei wird gerne immer wieder eine neue Verordnung zu den bereits bestehenden Gesetzen bzw. Verordnungen hinzugefügt. Teilweise werden Gesetze verabschiedet oder Verordnungen erlassen die vielleicht noch irgendwo einen unwichtigen Sinn ergeben, doch kaum einen Nutzen. Es sind Reglementierungen die keiner überwachen kann, denn die Millionen an Euro für das benötigte Überwachungspersonal stehen nicht zur Verfügung. Das ist auch gut so, denn dieses ist so unwichtig und hat eigentlich nur die Aufgabe von wirklichen und großen Problemen des Staates abzulenken. Es ist mit Firmen zu vergleichen die in der Führungsetage die tollsten Ideen entwickeln, aber kein Personal besitzen die dann diese „Ideen“ umsetzen.

Des Weiteren entsehen Gesetze und Verordnungen die nur zum Vorteil einer bestimmten Klientel ausgerichtet sind. Diese Gesetze entstehen durch die parlamentarische Zusammensetzung, denn häufig besteht eine Regierungsbildung aus einer Volkspartei und einer Klientelpartei. Hierbei werden dem kleinen Koalitionspartner schon mal Zugeständnisse gemacht, damit größere Gesetzesvorhaben gemeinsam die parlamentarischen Hürden überstehen.

Gerne werden auch Gesetzesformulierungen „schwammig“ ausgelegt, damit Gerichte, Rechtsanwälte und Steuerberater  im nachhinein noch reichliche Beschäftigung finden. Somit wird Sichergestellt, dass tausende von Beamten, Freiberuflern und Angestellten des Gerichts-, Rechts- und Steuerwesen eine dauerhafte Beschäftigung und damit verbunden ein gesichertes Einkommen gewährleistet bleibt. Auch andere Wirtschaftszweige können evtl. davon profitieren, Banken, Versicherungen und  Unternehmen absteigend bis zum kleinen Handwerksbetrieb.

Auch ist die Steuergesetzgebung so verändert worden, dass bis zum Tod eine Steuererklärung zu verfassen ist, was im Klartext heißt: Auf dem Sterbebett liegend kommen noch Beamte zur Vollzugsvollstreckung.

Schwierig ist die Situation für Politiker mit der „Entscheidung nach besten Gewissen“, denn es gibt noch eine Fraktion und parteiliche Interessen stehen ja auch an. Es stellt sich aber noch eine ganz andere Frage mit dem Gewissen: Ist überhaupt ein Mensch mit seinem Gewissen dazu in der Lage die Interessen (und das Gewissen) von Millionen Menschen zu vertreten? Muss sich hier nicht jeder selber sagen „damit bin ich hoffnungslos überfordert“?

Für wirklich wichtige Entscheidungen, die ein ganzes Volk bewegen können, kann eigentlich nur eine Volksentscheidung herangezogen werden, ähnlich dem Schweizer Vorbild, nur so ist „echte“ Demokratie zu leben. Das beste was unsere Volksvertreter je mal schaffen könnten, wäre eine Grundgesetzänderung die eine Volksentscheidung zulässt. Hier könnte Politikverdrossenheit aufhören und das Bild des Politikers in der Öffentlichkeit enorm aufgewertet werden, dass Vertrauen in die Politik steigt.

Es ist menschlich schon nachvollziehbar, dass ein Politiker am liebsten so reden würde wie indem zeitlosen Video von Loriot.

Politiker Karl-Heinz Stiegler MdB, Loriot

Unser Staat ist schön? Alles zum Wohl des Volkes? Alle Macht geht vom Volk aus?

Admin

UMTS-Sticks, drahtloses Internet überall?

23. März 2010

In Deutschland gibt es vier Netzanbieter (Telekom, Vodafon, O2, E-Plus), die drahtloses Internet mehr oder weniger erfolgreich vermarkten.  Innerhalb dieser Netze tummeln sich noch etliche Provider die ihre Angebote ebenfalls über diese vier Netze vertreiben. Die Preise sind zum Teil sehr unterschiedlich, jedoch gibt es dabei auch Angebote die auf dem persönlichen Bedarf des Einzelnen einigermaßen abgestimmt sind. Hier muss jeder nach seinem persönlichen Nutzungsbedarf das entsprechende Angebot wählen. Doch welche Netze bieten einen ausreichenden Empfang mit einer Geschwindigkeit die wenigstens einen einigermaßen vernünftigen Seitenaufbau auch außerhalb der Ballungszentren ermöglichen? Ich habe die vier Netzbetreiber außerhalb der Ballungszentren getestet und habe dabei folgende Erfahrungen gemacht:

  • Das Netz der Telekom bietet im Regelfall einen ausreichenden Empfang, doch in ländlichen Gebieten muss einkalkuliert werden das nur ein Empfang mit GPRS Geschwindigkeit (64 kbit) möglich ist, was einen vernünftigen Seitenaufbau kaum zulässt und ein kleiner Download nur mit großen Zeitaufwand zu bewerkstelligen ist.

Internetseite von der T-Mobile

  • Über das Vodafon-Netz gibt es praktisch das gleiche zu berichten. Die Verhaltensweisen der Empfangsmöglichkeiten sind hier fast deckungsgleich.

Internetseite von Vodafon

  • Eine große und äußerst angenehme Überraschung erlebte ich mit O2. Dieser Netzbetreiber hat in seinem Netz so viel investiert, dass hier fast komplett durchgehend eine UMTS-Geschwindigkeit vorhanden ist. Auch in ländlichen Gebieten, jedenfalls dort wo ich mich aufhielt, war immer UMTS-Empfang gewährleistet. Hier eine dicke 1 für O2, es war der beste Netzanbieter.

Internetseite von O2

  • Über E-Plus gibt es leider nur negatives zu berichten. Das Netz ist so schlecht, dass E-Plus besser kein drahtloses Internet anbieten sollte. Abgesehen davon, dass in ländlichen Gebieten nicht unbedingt erwartet werden kann das hier ein Empfang vorliegt, sollte jedoch innerhalb einer Stadt davon ausgegangen werden können. Ich hatte selbst in der Nähe eines Hauptbahnhofes mit E-Plus kein Netzempfang und dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

Internetseite von E-Plus

Als Fazit bleibt hier zu vermerken, dass E-Plus unbedingt in seinem Netz investieren muss sonst haben wir irgendwann nur noch drei Netzanbieter.

Mein persönlicher Rat kann hier nur lauten, für mobiles Internet das Netz von O2 zu wählen und dieses ist keine Werbung. Auch wenn über einen externen Provider mobiles Internet gebucht wird, wäre es ratsam darauf zu achten das der Anbieter über das O2 Netz seine Angebote vertreibt.

Hier die aktuellen Tarife für Handy und mobiles Internet der Anbieter

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Die Firma und ihre Führung

18. März 2010

Eine Firma ist nie schlecht, wenn dann nur die Mitarbeiter und die Führung. In kleinen Betrieben sind die Führungsaufgaben und damit die Führungsqualitäten fast ausschließlich beim “Chef” angesiedelt. Dieser kann der Inhaber sein oder eine von ihm bestimmte Person. Bei Großbetrieben ist die Führung innerhalb einer bestimmten Hirachie eingegliedert. Bei Aktiengesellschaften angefangen beim Vorstand mit abwärtsführenden Gliederungen,  z. B. Bereichsleiter, Leiter, Teamleiter, Gruppenleiter oder ähnlich so wie gerade die Unternehmensstrategie die Bennenungen vorsieht. Bei einer GmbH als Großunternehmen ist statt des Vorstandes eine Geschäftsführung eingesetzt und die absteigenden Ebenen sind ähnlich verteilt.

Die persönlichen Eigenschaften einer Führungsperson können teilweise für den Firmenerfolg ausschlaggebend sein.  In den folgenden Ausführungen ist dargestellt mit welchen Eigenschaften das Führungspersonal ausgestattet sein sollte. Dieses beschreibt jedoch nur meine Meinung.

Was ist Führung in einem Unternehmen?

Führung ist die Übertragung der Unternehmensinteressen den Mitarbeitern glaubhaft zu vermitteln.

Welche Persönlichkeitsprofile sind für diese Aufgabe erforderlich?

  1. persönliche Kompetenz, gefestigte Charaktereigenschaften
  2. Unternehmenserfahrung, auch mit kritischer Blickrichtung
  3. überzeugende Vertretung der ihr/ihm aufgetragenen Aufgaben
  4. die verständliche Vermittlung dieser Aufgaben, mit glaubhafter Eigenüberzeugung, an jedem Mitarbeiter

Welche persönlichkeitsbezogenen Werkzeuge stehen hier zur Verfügung?

  1. Motivierung der Mitarbeiter
  2. Gleichbehandlung aller Mitarbeiter
  3. Teamfähigkeit vorleben, nicht nur vorreden
  4. Eigeninitiative der Mitarbeiter fördern
  5. Kontrolle nur wenn nötig, Fingerspitzengefühl
  6. Prioritäten abschätzen
  7. Entscheidungsfähigkeit

Versuch einer Erklärung der persönlichkeitsbezogenen Werkzeuge

Motivierung:

Den Mitarbeiter nach arbeitsbezogener Persönlichkeit beurteilen können. Welche Stärken, welche Schwächen liegen vor. Die Stärken fördern, mit den Schwächen versuchen umzugehen, ggf. wenn möglich versuchen mit dem erforderlichen Verständnis und Einfühlungsvermögen Hilfe anzubieten (hierbei ist zu Berücksichtigen, dass Hilfe von jedem Mitarbeiter anders gesehen werden kann und die „Hilfe“ persönlichkeitsbezogen einzugliedern ist).

Gleichbehandlung:

Jeder Mitarbeiter muss vom Gefühl erkennen, gleichbehandelt zu werden. Zum Beispiel muss eine Führungskraft im Vorfeld entscheiden, welche Anredungsform gegenüber seinen Mitarbeitern zu wählen ist. Ist diese Anredungsform gefunden, sollte diese zu allen gleich sein. Auf keinem Fall ist eine getrennte Anredungsform zu wählen, dieses kann zu arbeitshemmenden Begleiterscheinungen führen. Im Allgemeinen ist die Duzform dem Teamgeist entsprechender und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärker ausgeprägt, eine Entfremdung kann dadurch ausgeschlossen werden.

Teamfähigkeit:

Hierbei wird von dem Vorgesetzten eine schwierige Gradwanderung verlangt. In Höhe des Teams sollte eine gewisse Gleichstellung zu erkennen sein, jedoch muss ein Vorgesetzter seine Vorstellungen durchsetzen können. In Gesprächen kann hier, insbesondere mit fachlicher Überzeugungskraft, eine übereinstimmende Lösung gefunden werden.

Eigeninitiative:

Die Förderung der Eigeninitiative ist ein wichtiges Element. Durch die Kreativität des einzelnen können Arbeitsergebnisse verbessert, oder sogar neue Möglichkeiten der Arbeitsweisen, wie auch immer gegliedert, entstehen.

Kontrolle:

Arbeitsergebnisse sind zu kontrollieren. Doch sollte zum Erreichen des Ergebnisses jedem Mitarbeiter die nötigen Freiheiten belassen bleiben. Wenn die Ergebnisse nicht den Wünschen entsprechen, sind vom Vorgesetzten nicht nur Rügen zu erteilen sondern auch umsetzbare Lösungen vorzuschlagen, die dann die erwartenden Ergebnisse einbringen.

Prioritäten:

Der Vorgesetzte muss bei entsprechenden Arbeitsanfall Prioritäten setzen können. Er muss abschätzen, welche Arbeiten mit welcher Wichtigkeitsstufe zu belegen sind. Doch auch hier sind Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern zu führen, vielleicht haben auch diese Ideen.

Entscheidungsfähigkeit:

Ein Vorgesetzter muss in der Lage sein Entscheidungen zu treffen, manchmal kurzfristig. Wird dieses nicht getan, können evtl. Termine verstreichen oder sogar zusätzliche Kosten entstehen.

Woran sind Führungsqualitäten erkennbar?

Führungskompetenz ist eigentlich nur eine Charaktereigenschaft und gegenüber der fachlichen Kompetenz nicht wirklich erlernbar. Es gibt zwar Prüfungen wobei die Fragen zu erlernen und bei mittlerer Intelligenz gut zu beantworten sind, auch Seminare wobei Führungsverhalten trainiert wird, jedoch „führen“ bedeutet mehr. Führungsverhalten lässt sich gut unter Stresssituationen beobachten. Hierbei wird deutlich, ob eine Führungskraft nur nach dem erlernten handelt oder den entsprechenden Charakter (körpereigene Gene) besitzt. Dieses wird besonders bei emotionalen Menschen deutlich. Ausnahmen bilden hier Personen mit nicht erkennbaren Charakteren (sogenannte Pokerface). Diese Personengruppen wirken in jeder Situation gleich, jedoch auch unannahbar und somit nicht beziehungsfähig zu anderen Personen.

Admin

Noch eine persönliche Meinung über Führungspersönlichkeiten in manchen Firmen:

Mit der Wahrheit wird das nicht immer so genau genommen. Es wird so geredet, wie gerade die Stimmung im Allgemeinen ist. Die Wahrheit kann oft grausam sein, die keiner hören möchte. Nach Unternehmensphilosophie wird positives Denken vorausgesetzt. Mit mehr oder weniger gekonnten Reden wird das System schön geredet. Es gibt in großen Firmen Leute, die für ihre Ideen viel Geld bekommen, die dann den Mitarbeitern gegenüber entsprechend verkauft werden müssen. Dafür sind die in der Hierarchie absteigenden Führungskräfte verantwortlich. Doch die meisten dieser „Ideen“ entwickeln sich als Luftblasen, die aber bei entsprechender Vermittlung von den meisten Mitarbeitern als positiv empfunden werden. Doch dieses kann ein gefährliches Trugbild sein, weil es nur auf die derzeitige allgemeine Stimmungslage basiert. Die Wahrheit sieht oft anders aus, doch sie ist meistens zu negativ und positives Denken wird in der heutigen Zeit erwartet. Doch irgendwann wird auch hier die Wahrheit eintreffen, dann sind jedoch die „Ideenschmieder“ nicht mehr da, sie sind entweder mit dicken Pensionen oder Abfindungen glorreich verabschiedet worden, oder sitzen mit viel zu großen Gehältern auf irgendwelche Abschiebeposten. Jetzt kommt wieder die Zeit für neue „Ideengeber“, die nach Stimmungslage der Zeit das Rad neu erfinden sollen, es beginnt der Kreislauf von neuen. Doch dabei können viele Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, nur die wissen das heute noch nicht, denn sie denken ja ganz im Vertrauen der „Ideengeber“ positiv.

Admin

Noch eine Zugabe!

In größeren Firmen bilden sich Seilschaften, von oben nach unten in der Hierarchie. Es ist ein unbeliebtes Thema, was keiner gerne hört aber trotzdem so ist. Nur wer konkret das redet und tut, wie der Weg der Firma es von oben vorgibt und nie seine eigene Meinung äußert, hat die Chance eine Führungsposition einzunehmen. Dazu fließt noch ein, dass ein gutes Verhältnis zu dem Vorgesetzten (beste Voraussetzung ist zusätzlich noch eine private Beziehung) absolute Voraussetzung ist, was im konkreten bedeutet „nicht die eigene Meinung äußern und lieber zusammenreißen“. Ein weiterer Vorteil ist, wenn gute Beziehungen zur Führungsspitze bestehen, dann kann der eigene direkte Vorgesetzte erst einmal egal sein. Bei einem geschickten Vorgehen kann dann der Vorgesetzte „ausgebremst“ werden und die Überholspur ist dem besagten Mitarbeiter sicher. Schwierig wird es für die Führungsspitze wenn ein Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher Intelligenz, aber mit eigenen Vorstellungen und Meinungen erscheint und diese so ganz und gar nicht in das Firmenprinzip passen. Hier hat die Firmenführung ein Problem, entweder werden seine Vorstellungen und Meinungen zähneknirschend akzeptiert und versucht diesen wertvollen Mitarbeiter zu fördern, oder man lässt ihn zur Konkurrenz abwandern. Der letzte Schritt könnte jedoch irgendwann der Firma erheblich schaden. Aber hier spielt sicherlich die „Arroganz“ der Führungsspitze eine erhebliche Rolle, denn es ist allgemein bekannt wenn Führungsspitzen Fehlentscheidungen treffen, dann ist der Fall zumindest finanziell nicht tief. Bei Rücktritten von Managern gibt es sicherlich eine standesgemäße Abfindung.

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Warum bezahlen wir Fensehgebühren?

02. März 2010

In Deutschland sind die Gebühren für Radio- und Fernsehen gesetzlich reglementiert. Ein Gesetz woran der Staat gerne festhält als sichere Einnahmequelle für die Länder, aber auch eine staatlich gesicherte Arbeitsplatzgarantie der Beschäftigten bietet.  Ebenso finden sich hier Positionen für ehemalige Politiker. Doch ist eine solidarische Zwangsabgabe heute noch zeitgemäß? Hier möchte ich mal behaupten “nein”. Diese ist als Zwangsabgabe zu bezeichnen, weil keine Möglichkeit gegeben wird irgendeinen privaten werbefinanzierten Radio- oder Fernsehsender zu empfangen ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu treten. Zwar sind die Gebühren nur für die staatlichen Programme, jedoch überhaupt in dem Genuss eines Medienempfangs zu kommen ist eine Anmeldung der staatlichen Programme erforderlich, egal ob hier Nutzungsbedarf besteht oder nicht.  Es ist eine der letzten Bastionen einer staatlichen Reglementierung, denn hier hat die Politik noch ein gewisses Mitbestimmungsrecht für die Programmgestaltung. Dieses ist, neben den Gebühren, ein weiterer Grund warum es staatliches Fernsehen geben soll.

Doch wenn schon unbedingt an kostenpflichtigen Programmempfang festgehalten werden muss, warum können hier nicht benutzerfreundliche Regelungen, ähnlich dem Pay-TV, zur Anwendung gelangen? Zum Beispiel bestimmte Programmblöcke in verschiedenen Kanälen anbieten, wo der Nutzer innerhalb des Gebührenrahmens nur bestimmte Blöcke bucht, aufgeteilt in Sport, Film, Unterhaltung und ggf. in weiteren Rubriken. Dann besteht wenigstens eine kleine Wahlmöglichkeit für die  Zwangszahlung, ein für den einzelnen sehenswertes Programm nach seinem Geschmack zu bekommen. Für Informationen sollte natürlich ein Kanal vorhanden bleiben, auch könnten dann hier die politischen Interessengruppen ihre Beiträge einfließen lassen, denn der Bürger entscheidet  sowieso ob er das dann  sehen möchte oder nicht.

Zu dem freien “Bezahl-Fernsehen” bleibt anzumerken, dass zu dem eigentlich gewünschten Programm, z. B. Fußballbundesliga-Übertragung, immer ein Zusatzpaket zwangsweise mitgebucht werden muss um überhaupt das gewünschte Programm zu erhalten. Dieses ist eine unnötige Preistreiberei womit der Pay-TV Anbieter hohe Gewinne erhofft. Jedoch entscheidet hier der freie Markt den Preis und wenn die Konkurrenz fehlt kann es der Anbieter  ja erstmal versuchen.  Hier besteht jedoch für den Nutzer die Möglichkeit das Pay-TV Angebot abzulehnen und verbleibt trotzdem in dem Genuss die kostenfreien anderen Programme weiter zu  schauen, ohne eine Gesetzesverletzung fürchten zu müssen. Das ist eben der Unterschied zwischen gesetzlichen Reglementierungen und dem freien Markt.

Admin

Zu beachten! Die Bahncard der DB wird nur als Abo verkauft, welches sich automatisch bei nicht fristgerechter Kündigung verlängert.

02. März 2010
Dieser Hinweis soll nicht negativ der DB gegenüber ausgelegt werden, denn als öffentliches Verkehrsmittel ist sie unverzichtbar und bringt täglich Tausende von Pendlern zu Arbeitsstätten und Universitäten. Ohne die Bahn würden unsere Verkehrsstraßen jeden Tag den absoluten Kollaps erliegen. Auch für viele Fernreisende bietet die Bahn oft die bessere Alternative zum eigenen PKW.
Jedoch wird gerne bei dem Verkauf von Fahrkarten für Fernreisen die Bahncard angeboten, indem unter Bezug eines sofortigen 25%tigen Preisnachlasses die Bahncard für ein Jahr als fast (oder ganz) kostenlose Beigabe zu erhalten ist. Hierbei wird gerne verschwiegen, dass sich der Zeitraum automatisch für ein weiteres Jahr verlängert, wenn die Bahncard nicht spätestens 6 Wochen vor Gültigkeitsablauf gekündigt wird. Das heißt, eine weitere Zahlung für ein Jahr. Personen die nur selten Fahrten mit der DB durchführen sollten hier vorsichtig sein, denn schnell wird der Kündigungstermin vergessen und eine weitere Zahlung ist zu tätigen ohne einen eventuellen Nutzen. Für einen Gelegenheits-Bahnfahrer ist es empfehlenswert, die Bahncard direkt nach dem Erhalt zu kündigen, so kann der Kündigungstermin nicht in Vergessenheit geraten und eine Zahlung für nicht genutzte Leistungen vermieden werden. Der Hinweis bei einer verspäteten Kündigung, dass verschwiegen wurde hier gleichzeitig ein Abonnement erworben zu haben nützt wenig, denn jeder ist verpflichtet die Nutzungsbedingungen zu lesen. Wie dieser Service der Bahn einzuschätzen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch kann auf diese Weise die Bahn Einnahmen für ungenutzte Leistungen erzielen.
Admin

Unannehmlichkeiten des ÖPNV

02. März 2010

Verspätungen und die damit verbundenen nicht hergestellten Anschlüsse sind bestimmt die größten Ärgernisse des Öffentlichen Personennahverkehrs. Ein weiterer Grund sind die oft überfüllten Bahnen und Busse (insbesondere zu den Verkehrsspitzenzeiten), sowie teilweise nicht angepasste Verhaltensweisen von Fahrgästen. Das kann z. B. überlaute Musik aus Ohrhörern, die Einnahme von Speisen und Getränken in vollbesetzten Bahnen und Bussen oder lautes Gegröle sein. Des Weiteren ist es eine oft zu beobachtende Unart Sitzplätze mit Taschen, Mänteln oder sonstigen Gegenständen Zweck zu entfremden, denn nicht jeder Fahrgast möchte erst um seinen ihm zustehenden Sitzplatz betteln und zieht somit unfreiwillig einen Stehplatz vor.

Hier ist es eine große Herausforderung für die Verkehrsunternehmen diese Mißstände zumindest teilweise abzuschwächen. Doch um diesen Komfort zu erreichen, bedarf es zusätzliches Personal und Fahrzeuge welches jedoch die dünne Finanzdecke der Unternehmen nicht zulässt. Es stellt sich die Frage, ob nicht ein Großteil der Bevölkerung bereit wäre für einen verbesserten Komfort und mehr Pünktlichkeit auch einen angemessenen höheren Fahrpreis zu zahlen? Für ein wirkliches “Mehr an Leistung” ist die Akzeptanz für eine Fahrpreiserhöhung sicherlich höher anzusiedeln als eine Fahrpreiserhöhung im üblichen Sinn, mit gleichbleibenden oder sogar sich verschlechternden Leistungen.

Marketing

Über Marketing wird viel Werbung für Fahrradmitnahme und kostenlose Kinderwagen-Beförderung betrieben, doch es wird verschwiegen das die Kapazitäten der Fahrzeuge diese Mitnahmen häufig gar nicht hergeben. In überfüllten Bahnen und Bussen werden Fahrgäste zusammen gequetscht und dazwischen noch Fahrräder (1 Fahrrad nimmt den Platz von 6 Sitzplätzen ein, angegurtet an Klappsitzen die den Personen fehlen). Teilweise können Kinderwagen nicht befördert werden, weil die Fahrzeuge schon besetzt sind, dass gleiche ist für Rollstuhlfahrer anwendbar. Was nützen Fahrzeuge mit Niederflurtechnik und behindertengerechte Haltestellen, wenn die Kapazitätsauslastung der Fahrzeuge schon längst erreicht ist.  Auch wäre eine ehrliche Auslegung der Marketing-Strategien wünschenswerter, als nur die Werbetrommel zu rühren. Die “Marketing-Strategen” der Verkehrsunternehmen haben immer “tolle Ideen”, wie zum Beispiel in überfüllten Regionalbahnen Fahrkartenkontrollierende Getränke- und Süßwarenverkäufer mit Verkaufswagen durch die Menschenbesetzten schmalen Gänge zu schicken wobei weder der Verkäufer noch die Fahrgäste wissen wohin sie überhaupt noch ausweichen sollen. Hier im Berufsverkehr fahren jeden Tag Menschen, die darauf angewiesen sind ihren Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und denen wird schon sehr viel Unerträgliches zugemutet. Hingegen die “Marketing-Strategen” mit ihren Dienstwagen bzw. von den Firmen “geförderten Privatfahrzeugen” ihre tägliche Fahrt zur Arbeitstätte absolvieren. Die meisten “Ideengeber” kennen die Zustände in den öffentlichen Personenverkehr wahrscheinlich nur aus Filmmaterial oder aus ihrer Studienzeit wo der/die eine oder andere noch auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr angewiesen war. Es wäre für jedem Marketing-Mitarbeiter ratsam wenigstens ein Jahr zu den Verkehrsspitzenzeiten den ÖPNV zu nutzen, bevor Ideen entwickelt werden. Ebenso sollten keine Strategien alleine nur aus Umfrageergebnissen resultieren, zwar geben diese einen ungefähren Zustandsbericht, jedoch können nur “selbst erlebte Erfahrungen” den Entwickler zu vernünftigen Ideen führen.

Volle Bahnen und Busse

Es wird gerne von Seiten der Verkehrsunternehmen für ein angenehmes, schnelles und stressfreies Fahren geworben (Marketing-Strategie), mit dem Ziel möglichst viele Neukunden zu gewinnen und möglichst mit gleichzeitigen Abo-Vertrag für ein Jahr die Einnahmen gesichert zu bekommen. Doch beim rühren der Werbetrommel sollte dem zu gewinnenden Fahrgast auch gesagt werden, dass ein angenehmes, pünktliches und stressfreies Fahren nur zu bestimmten Tageszeiten gewährleistet ist. Dann sollte dem Fahrgast ebenfalls gesagt werden, dass zu den Verkehrsspitzenzeiten (Schüler- und Berufsverkehr) kein angenehmes Fahren zu ermöglichen und zu erwarten ist, weil die Kapazitäten zu diesen Tageszeiten ausgelastet- und überfüllte Bahnen- und Busse zu akzeptieren sind. Es ist zu diesen Tageszeiten eben nur ein Transport möglich und kein angenehmes Fahren. Mit der Wahrheit sind dauerhaft Fahrgäste zu gewinnen, mit dem verbreiten von nur “Vorteilen” (auch wenn diese zweifelsfrei teilweise vorhanden sind) steigen Kunden nach einem Monat ÖPNV-fahren schon wieder auf den PKW um. Denn auch wenn das Fahren im eigenen PKW teurer ist und über volle Straßen führt, ist hier ein bequemer Sitzplatz ohne Lärm gewährleistet. Auch lange Wartezeiten an Umstiegshaltestellen durch verpasste Anschlüsse bleibt dem Autofahrer erspart. Die Zielsetzung der Verkehrsunternehmen müsste sein, ein angenehmes und stressfreies Fahren auch zu den Verkehrsspitzen zu gewährleisten, sei es durch Taktverdichtung, mehr Einsatzwagen oder bei der DB mit zusätzlichen Wagons. Dieses wäre mal eine Aufgabe für die Marketing-Strategen anstatt nur Kampagnen, Werbespots und Plakate zu entwerfen. Diese Maßnahmen bringen auf Dauer nur noch mehr gefrustete Fahrgäste und kehren das Bild in die Lächerlichkeit.

Im Prinzip hat sich im öffentlichen Personennahverkehr in den letzten 30 Jahren nicht viel geändert, die Busse und Bahnen sind immer noch genau so voll, die Anschlüsse sind auch nicht besser, die Wagen sind teilweise noch unbequemer geworden, härtere und weniger Sitzplätze, dafür breitere Gänge für z. B. Getränkewagen (siehe oben), oder es ist sinnloses Styling geschaffen was keinem nützt. Im Rahmen der Gesetzgebung (Gleichstellungsgesetz) hat sich jedoch der Zustand für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste verbessert. Um von dem eigentlichen Übel abzulenken sind städtebauliche Verschönerungen geschaffen, so wie architektonisch gestaltete Aufenthaltsflächen und Wetterschutzeinrichtungen an Haltestellen und Bahnhöfe die an bedeutenden städtischen Standorten angesiedelt sind. Dieses nützt jedoch nur den Kommunalpolitikern, die in der Regel den ÖPNV wenig nutzen, dass jedoch ein Imagegewinn ihrer Stadt ist. Hier hätten oft einfache Wetterschutzeinrichtungen einen sogar teilweise besseren Dienst geleistet. An den Kernpunkten, Aufenthaltsqualität in den Fahrzeugen, Pünktlichkeit und gesicherte Anschlussherstellung wird sich wahrscheinlich auch in den nächsten 30 Jahren nichts ändern, denn dieses bedeutet eine enorme Kostensteigerung. Es muss dann eine Taktverdichtung und eine Fahrzeitanpassung im Linienumlauf erfolgen, dass ein Mehreinsatz an Fahrzeugen und Personal bedeutet. Diese entstehenden Mehrleistungen wären von den Verkehrsunternehmen nur über höhere Fahrpreise zu leisten, die wiederum einen Fahrgastverlust bedeuten würden, oder durch politische Subventionierung. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob dieses für den Steuerzahler zumutbar ist. Also kann sich an den eigentlichen Kernpunkten des ÖPNV nichts ändern, es können nur Marketing-Maßnahmen erfolgen wobei dem Fahrgast das Gefühl einer Verbesserung der Situation subjektiv erscheinen lassen soll. Es werden z. B. Beschwerden in der Form bearbeitet, die dem Beschwerdeführer das Gefühl vermitteln das durch seine Eingabe in Zukunft eine Verbesserung eintritt, obwohl dieses in vielen Fällen garnicht möglich ist.

Zu diesen Themen möchte ich jedoch hinzufügen, dass dieses ausschließlich meine private Meinung ist und in keiner Weise mit irgendeinen Verkehrsunternehmen im Zusammenhang steht.

Hier geht es zu dem Informationsportal Nahverkehr-Info.de

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